Unsere Philosophie

geborgen - behĂĽtet - geliebt - frei

Gottes Liebe und Zuwendung gilt allen Menschen, insbesondere den Kindern.

Das will auch unser Logo ausdrücken. Es geht von unserem Namen „Pusteblume“ aus, aber auch ein Stück darüber hinaus. Eine Blume, die aus einem Nest wächst – nur wer ein „Nest“ hat, ist auch geborgen – behütet von den Eltern, Erzieherinnen, behütet von Gott und gleichzeitig geliebt.

Natürlich kann ich – muss ich sogar irgendwann – das Nest verlassen, so wie auch Kinder den Kindergarten und später das Elternhaus. Doch nur, wer solch eine „Nesterfahrung“ hat, ist wirklich frei. Frei, sich zu entwickeln, die Welt für sich zu entdecken, sein Leben zu gestalten, Freunde zu finden, Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen. Hierzu wollen wir mit unserer Arbeit beitragen – auch nun ein neues Nest bauen zu können.

Die Grundlinien unserer Philosophie haben wir hier für Sie in unserer Konzeption zusammengetragen:

das Pustblumelogo

Konzeption

1. Allgemein

Träger der Einrichtung ist die Ev.-Luth. Pauluskirchgemeinde in Plauen. Als evangelischer Kindergarten besteht unsere Einrichtung seit 1992.
Unser Einzugsgebiet erstreckt sich über das gesamte Stadtgebiet und umliegende Gemeinden. In unserer Kindertagsstätte werden Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren verschiedener Religionen, Lebenssituationen und Nationen betreut, erzogen und gebildet.

Wir, die pädagogischen MitarbeiterInnen des Kindergarten „Pusteblume“ und der Träger, informieren Sie mit diesem Leitbild über unsere pädagogischen Ziele und Grundsätze. Im Zentrum unserer Arbeit steht immer der kindorientierte, bedarfsgerechte und familienunterstützende Anspruch.

2. Grundlagen

Die Grundlagen unserer Arbeit basieren auf den Prinzipien der christlichen Soziallehre – Personalität, Subsidiarität und Solidarität. Aus diesem Selbstverständnis heraus ergibt sich folgendes Leitbild. „Biblisches Menschenbild: Jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes. Er ist einmalig und wertvoll, doch zugleich begrenzt und auf Vergebung angewiesen“ (aus: Leitlinien für ev. Kindertagesstätten in Sachsen) Jeder Mensch ist ein Abbild Gottes und erfährt in unserer Einrichtung, dass er geliebt, angenommen und gewünscht ist. Auf diesem Hintergrund werden christliche Grundwerte gelebt und erfahrbar. Die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes ist unser christlicher und gesetzlicher Auftrag, der Freiheit und Selbstbestimmung voraussetzt. Im Vertrauen auf die Beheimatung in Gott und im Bewusstsein der Liebe Christi versuchen wir den Kindern Vorbild zu sein.

Leitlinien (siehe Leitlinien für ev. Kindertagesstätten in Sachsen, Hrsg. Diakonie Sachsen) Wir begleiten Kinder in grundlegenden Jahren ihrer Entwicklung und eröffnen ihnen Zugänge zum christlichen Glauben. Wir nehmen Kinder wahr im Umfeld ihrer eigenen Familien und verstehen uns als Erziehungspartner.

3. Übergeordnete Qualitätsziele

In Bezug auf unsere vorrangigen Aufgaben und Absichten und im Rahmen unserer Qualitätspolitik finden folgende übergeordneten Qualitätsziele besondere Beachtung:

3.1 Respektierung der personalen Souveränität

Wir beachten, dass Kinder in unterschiedlichen familiären Strukturen aufwachsen.
Wir respektieren sie in ihren Lebenssituationen und machen sie dadurch stark, ihr eigenes Leben zu bejahen
Wir setzen uns dabei besonders für benachteiligte Kinder ein, um damit eine Chancengleichheit für alle Kinder herzustellen.

3.2 Erziehung, Bildung und Betreuung

Wir schaffen Bedingungen, durch die Prozesse der Selbstbildung ermöglicht werden. Dafür bieten wir Räume, eine vorbereitete Umgebung und ein differenziertes, allen Kindern zugängliches Materialangebot.
Wir gehen von den Stärken des jeweiligen Kindes aus und begegnen ihm mit Achtung und Aufrichtigkeit.
Wir gestalten das Leben in der Kindertagesstätte so, dass Kinder die Basiskompetenzen erwerben, die sie auch für die Aneignung von Wissen in der Schule benötigen.
Wir orientieren uns an dem Prinzip der wechselseitigen Anerkennung und geben den Kindern die Chance, eigene Aushandlungsprozesse zu führen.
Wir leiten Kinder an, dass sie Grenzen akzeptieren und Regeln finden.

Wir unterstützen das gemeinsame Aufwachsen von Behinderten und Nichtbehinderten, Kindern unterschiedlicher Altersgruppen sozialer, kultureller und religiöser Herkunft, sowie verschiedener Altersgruppen.

3.3 Kulturelle Erziehung und religiöses Leben

Wir nehmen Kinder mit ihren Fragen nach dem Woher und Wohin des Lebens ernst und sind ihnen Gesprächspartner.
Wir ermöglichen Kindern die Erfahrung von

  • Freiheit und Geborgenheit,
  • Selbständigkeit und Gemeinschaft,
  • Eigener Spiritualität und gemeinsamen Ritualen

und setzen diese Erfahrungen in Beziehung zu Bibel und kirchlichen Traditionen.
Wir eröffnen Kindern Zugänge zum Gebet und helfen ihnen damit, zu sich selbst und zu Gott zu finden.
Wir entwickeln und unterstützen Ideen, die der Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde dienen. In dieser Zusammenarbeit nehmen wir unsere besondere Aufgabe und Rolle wahr. Daraus können Einsichten und Angebote erwachsen, die vor allem für junge Familien mit kirchlichem und nichtkirchlichem Hintergrund von Bedeutung sind.
Wir sind für die Kinder und ihre Familien eine Brücke zur Kirchgemeinde. Damit bieten wir ihnen die Möglichkeit, diese kennen zu lernen und in ihr zu leben.
Wir sehen in unserer Umwelt Gottes Schöpfung und achten deshalb auf deren Schutz.
Aufgrund unseres biblischen Menschenbildes respektieren wir individuelle, soziale und kulturelle Unterschiede und machen Gemeinschaft für Kinder und deren Familien auf dieser Grundlage erlebbar.

3.4 Beteiligung der Eltern

Wir nehmen Gedanken und Erwartungen von Eltern ernst und suchen gemeinsam nach den besten Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder.
Wir verstehen unsere Arbeit als familienbegleitendes und familienbildendes Angebot. Eltern und Kinder sind unsere Partner, die den Lebensraum Kindertagesstätte gestalten.
Wir bieten Eltern in der Kindertagesstätte Raum zu Begegnungen und zum Austausch untereinander.
Wir beziehen Eltern in die Verantwortung für die Arbeit durch demokratische Formen der Mitbestimmung ein.

3.5 Förderung der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben

Wir verstehen uns als Teil des Gemeinwesens und arbeiten mit der Schule und anderen Institutionen, z.B. Familienbildungsstätten und Beratungsstellen zusammen.
So können wir nach Bedarf weitere Hilfeangebote für Kinder und Familien vermitteln oder uns selbst Rat und Unterstützung holen.
Wir pflegen Kontakte zu Gremien und Institutionen im Sozialraum, um Kindern möglichst vielfältige Erfahrungen zu ermöglichen und Übergänge zu begleiten.

3.6 Wirksame Kommunikation und Kooperation mit der Öffentlichkeit

Wir tragen nach außen, dass die Entwicklung des Lebens junger Menschen für jeden von größter Bedeutung ist. Dadurch bringen wir wichtige Impulse in Politik und Gesellschaft ein.
Wir sind sicherer und zuverlässiger Partner gegenüber Gemeinwesen und Kostenträgern bei der Erfüllung unseres gesellschaftlichen und kirchlichen Auftrages.
Wir richten unsere Arbeit an den Grundsätzen des Spitzenverbandes Diakonie Sachsen aus.

3.7 Qualifikation und persönliche Kompetenz der Mitarbeiterinnen

Wir stellen uns den Herausforderungen neuer pädagogischer und psychologischer Erkenntnisse, reflektieren unsere Arbeit und ermöglichen ständige fachliche Qualifizierung.
Wir sind auf einem gemeinsamen Weg, den alle Beteiligten im Rahmen ihrer eigenen Fähigkeiten und Aufgaben innovativ mitgestalten.
Wir arbeiten zusammen in gegenseitiger Akzeptanz und Loyalität, entwickeln Kritikfähigkeit und tragen Mitverantwortung für Atmosphäre und Niveau der Einrichtung.

3.8 Transparenz der Organisation

Wir gestalten unsere Zusammenarbeit und die Arbeit mit Kindern und Eltern so, dass alle Partner sich informiert und einbezogen fühlen. Im gemeinsamen Gespräch entwickeln wir unsere Arbeit weiter.

3.9 Flexibilität, Effizient und Wirtschaftlichkeit der Organisation

Wir gehen verantwortlich mit den finanziellen Ressourcen der Einrichtung um und bemühen uns um zusätzliche Finanzmittel für die Einrichtung.

3.10 Differenzierte Dienstleistungsplanung und –dokumentation

Wir planen die Arbeit mit Kindern und Eltern, und sind uns der Verantwortung bewusst, die wir in der Begleitung von Eltern und Kindern haben.
Wir dokumentieren unsere Arbeit, um sie für Mitarbeiterinnen und Außenstehende nachvollziehbar zu machen.